Mit Offline Clubs und gemeinsamen Hobbys gegen die Einsamkeit

Ein Lese-Rave im Park, Ausflüge in die Natur, gemeinsame Brettspiel-Nachmittage, mehrtägige Digital-Detox-Retreats oder einen smartphonefreien Feierabenddrink auf der Roof-Top-Terrasse: Offline Clubs organisieren gemeinsame smartphonefreie Aktivitäten für Leute, die sich wenigstens zeitweise aus der digitalen Hypervernetzung befreien und mehr echte zwischenmenschliche Verbindungen spüren wollen.

Meist sind es junge Menschen, die in der Stadt leben. Denn trotz oder gerade wegen ihrer digitalen Hypervernetzung mit anderen Menschen ist die mit dem Smartphone groß gewordene Generation führend in Sachen Einsamkeit. In Berlin, Köln und Hamburg gibt es Ableger von The Offline Club, einem Franchise-Unternehmen, das drei Niederländer 2021 gegründet haben. Für diese Clubs zahlt man einen Mitgliedsbeitrag.

Es gibt aber auch nicht professionell organisierte, kostenfreie Clubs. Sie heißen dann nur anders und sind nicht ganz so leicht zu finden. Oft werden sie als regelmäßige Treffen aus einem Freundeskreis heraus organisiert, als Buchklubs, gemeinsames Spazierengehen, Strickabende, Karten- oder Brettspielabende und was es noch an gemeinsam ausübbaren traditionellen Hobbys und Interessen gibt.

Das Gute ist: Fast jeder kann einen Offline Club dieser Art selbst ins Leben rufen, wenn er bereit ist, regelmäßige Zeit dafür einzuplanen und freizuräumen. Es genügt, sich mit zwei drei Freunden und Bekannten zu einem regelmäßigen Treffen zu verabreden und — wenn es größer werden soll — Mund-zu-Mund-Propaganda dafür zu betreiben.