Mehrheit für Recht auf analoges Leben

Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey unterstützen über 80 Prozent der Bundesbürger die Forderung, der Staat solle gesetzlich garantieren, dass zentrale Dienste wie Behördengänge oder Bankgeschäfte auch ohne Internet möglich bleiben! Da es sich um eine Online-Umfrage handelte, waren die 3,1 Millionen Offline-Bürger in Deutschland dabei nicht einmal repräsentiert.

Die „Digital-Only„-Strategie der Bundesregierung nimmt in Kauf, dass die gut drei Millionen Menschen in Deutschland, die laut einer Erhebung des Statistischen Bundesamts von 2023 das Internet nicht nutzen, von wichtigen staatlichen und privaten Dienstleistungen ausgeschlossen werden.

Die Senioren-Union verabschiedete deshalb auf ihrer Bundesdelegiertenversammlung am 28. August ein Magdeburger Memorandum. Darin fordern sie die CDU und die Bundestagsfraktion der Union auf, sich entgegen dem Koalitionsvertrag für ein Recht auf analoges Leben einzusetzen. Behördengänge, Bankgeschäfte und die Teilhabe am Alltag müssten auch künftig ohne Internetzugang möglich bleiben.

Das Meinungsforschungsinstitut Civey nahm das zum Anlass für eine Online-Meinungsumfrage. 79,8% der Teilnehmer unterstützten die Forderung mit der Antwort „Ja, auf jeden Fall“. Weitere 6,7% antworteten mit „Eher ja“. Nur elf Prozent lehnten die Forderung klar oder eher ab. Das macht deutlich, dass die von den Regierungsparteien verfolgte Strategie der erzwungenen Digitalisierung nur vorgeblich im Interesse der Bürger ist. Tatsächlich verfolgen sie damit die Interessen der großen Digitalkonzerne, sowie eigenes Überwachungsinteresse und vor allem das der US-Geheimdienste, die auf alle Daten der US-Digitalkonzerne zugreifen können.

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