Wer kein Bankkonto haben kann (oder will) oder wem der freie Zugriff auf sein Konto verwehrt wird, ist mannigfaltigen Ausschlüssen ausgesetzt. Dies betrifft besonders oft Menschen mit wenig Geld und hochverschuldete Menschen. Ich selber bin Betroffene von digitalisierungsbedingten Kontoproblemen und stehe iin loser Verbindung zu anderen Betroffenen, die aber bisher keine effektive Selbsthilfegruppe mit mir gründeten.
Dafür suche ich weitere Betroffene, die Interesse an Erfahrungsaustausch und gegenseitiger Unterstützung, vielleicht auch an gemeinsamen Aktionen haben. Mit besonderer Freude aufgenommen werden darüber hinaus Menschen mit Organisationstalent oder mit juristischer Fachkenntnis und solche mit Erfahrung im Führen von Kampagnen, gleich ob sie selbst Betroffene sind oder nicht.
Als Initiatorin, die hier schreibt, habe ich zwar ein Konto, kann aber keine Kontoauszüge einsehen und keine Buchungen beauftragen, seit meine Bank den TAN-Generator abgeschafft und eine Smartphonepflicht eingeführt hat. Die gebrauchten vorhandenen Smartphones sind zu alt für die geforderte App und ich will mich bewusst nicht dazu zwingen oder verleiten lassen, das Problem durch braves Nachrüsten mit einem neueren Telefon zu verlagern – denn das Problem wird immer wieder auftreten.
Da ich Menschen kenne, die kein Konto haben, weil sie keines wollen oder wegen persönlicher Insolvenz, bin ich noch stärker motiviert, Anschluss oder Mitstreiter zu finden. Zwei meiner Bekannten erhalten aufgrund der Abschaffung der Barauszahlung der Rente über die Postbank ihre Rentenzahlungen nicht mehr.
Auch App-Zwang durch die Bahn und im Nahverkehr, u.a. beim Deutschlandticket, sind ein Thema für die Gruppe.
Ansprechpartnerin für Interessierte ist Frigga Wendt, kontaktierbar unter: friggawendt@googlemail.com
